Die Wappenrolle von Zürich 
Die Wappenrolle von Zürich ist - soweit bekannt - die älteste im Original erhaltene Wappenrolle. Ihren Namen hat sie von ihrem Aufbewahrungsort, der Burgerbibliothek Zürich. Wer sie gemalt hat und warum, ist nicht bekannt; die ersten Zeugnisse über die Wappenrolle sind eine Kopie des 16. Jahrhunderts sowie die Angabe des Stifters, des Schaffhausener Amtmanns Dr. med. Johannes Schleuchzer, der die Rolle um 1750 der Burgerbibliothek übergeben hat.  Der Stil, in dem die Wappen gemalt sind, sowie die bekannte Verwendungszeit einiger der Wappen datieren die Rolle auf die Zeit um 1340; die Fülle von Wappen aus dem Raum um den Bodensee läßt darauf schließen, daß die Wappenrolle dort angelegt worden ist.  Es existiert, wie gesagt, eine Kopie aus dem 16. Jahrhundert, aufbewahrt in der Gräflich Königsegg'schen Domanial-Kanzlei in Aulendorf - danach "Aulendorfer Kopie" genannt -, im Stil des 16. Jahrhunderts gemalt, sowie eine Kopie des 18. Jahrhunderts, von dem Maler Hans Conrad Bernhauser (1698-1761) im Stil des 14. Jahrhunderts angelegt, aufbewahrt in der Zentralbibliothek Zürich, genannt "Bernhauser Kopie".  
Die Rolle besteht aus drei selbständigen Pergamentstreifen: 
 
Wappenrolle 1 Pergamentstreifen I umfaßt 28 Banner und 22 Wappen,
Wappenrolle 2 Pergamentstreifen II Vorderseite und 
Wappenrolle 3 Rückseite umfaßen 140 bzw. 146 Wappen,
Wappenrolle 4 Pergamentstreifen III faßt 142 Wappen. 
 
Beide Kopien enthalten einen inzwischen verlorengegangenen Teil der Originalrolle, 
der weitere 108 Wappen umfaßt; dieser Teil ist hier nicht wiedergegeben. 
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